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Kirchen und Kapellen

Die Stadtpfarrkirche am Oberen Hauptplatz stellt das Herzstück und Wahrzeichen unserer Gemeinde dar. Es gibt jedoch noch einige weitere Kirchen und Kapellen, von der Spitalkirche über die Kirche in Altenstadt zu einigen Orten, die nicht jedem bekannt sein dürften. Machen Sie hier einen virtuellen Rundgang!

Stadtpfarrkirche

Blick über Stadt mit Kirche (Bild 1 von 14)

Die Stadtpfarrkirche St. Johannes Baptist zwischen Oberem Hauptplatz und Scheyerer Straße ist das Wahrzeichen der Stadt Pfaffenhofen an der Ilm und Zentrum unserer Pfarrei. Um das Jahr 1400 erbaut (Jahreszahl „1393“ in der Apsis) ist sie über 600 Jahre alt.

Pfarrkirche vom Marktplatz aus (Bild 2 von 14)

Die dreischiffige Basilika entstand wohl an der Stelle eines Vorgängerbaus, der zusammen mit der Stadt im Städtekrieg durch Brand zerstört worden war (1388). Die gotische Bausubstanz mit den spitz zulaufenden Bögen prägt ihr äußeres Erscheinungsbild bis heute.

Terrakotta-Relief (Bild 3 von 14)

Noch älter als die Kirche selbst sollen drei Terrakotta-Reliefs in ihr sein, darunter jenes der Dornenkrönung (Bild). Auf die Zeit der Erbauung, als auch die Stadt wieder aufgebaut und mit einer Mauer befestigt wurde,  verweist ein steinerner Schmerzensmann (Erbärmdeheiland) mit dem Wappen des Scheyerer Abts Konrad von Muhr (1401-1412).

Taufstein (Bild 4 von 14)

Von großem Wert für unsere nach dem Hl. Johannes dem Täufer benannte Pfarrei ist der gotische Taufstein. Zerbrochen fand man ihn bei Renovierungsarbeiten an der Pfarrkirche im Jahr 1983 in einem Mauerwerk. Nachdem er repariert worden war, konnte man ihn seiner ursprünglichen Bestimmung zurückgeben. Seither werden wieder Kinder in ihm getauft.

Gotisches Kreuz (Bild 5 von 14)

Ebenfalls aus der Verborgenheit zum Vorschein gelangte das vor dem Chorraum hängende gotische Kreuz. In einem Versteck war es in Vergessenheit geraten. Nach seiner Wiederentdeckung 1868 blieb  es zunächst in Privatbesitz und kam später zu den Franziskanern nach Ingolstadt, von wo aus es schließlich nach der Jahrtausendwende den Rückweg nach Pfaffenhofen antrat.

Grabmal des Andreas Sparber (Bild 6 von 14)

Eingemauerte Epitaphien (Grabdenkmale) erinnern seit alter Zeit an herausragende Personen und Wohltäter der Stadt und der Pfarrei, wie hier an Andreas Sparber (+1518), welcher für die Stadtpfarrkirche eine Donnerstagsprozession stiftete, die rund vierhundert Jahre lang abgehalten worden ist.

Turm (Bild 7 von 14)

Der Kirchturm wurde mit dem Abschluss des Oberbaus erst um 1531 fertig. Seitlich im Norden an den Chorraum der Kirche angelehnt, schiebt sich der gut 77 Meter hohe Turm in den Oberen Hauptplatz vor. Darin wohnte bis 1686 der Türmer. Von oben rufen die Glocken und reicht der Blick weit über das Land.

Hauptschiff (Bild 8 von 14)

Nach dem Dreißigjährigen Krieg begann die umfassende Neugestaltung des Kircheninneren im Stile von Spätrenaissance und Barock. Der Wessobrunner Matthias Schmuzer schuf das Gewölbe unter Mitarbeit des Pfaffenhofener Maurers Hans Auer und schmückte es mit Stuck. Johann Pöllandt, gebürtig aus Rottenbuch, schnitzte die Apostelfiguren über dem Hauptschiff und dem Chor.

Seitenaltäre (Bild 9 von 14)

Der Hochaltar (1672, von Johann Pader in München), die vier Seitenaltäre (Corpus-Christi-Altar im Bild links, Sebastiansaltar im Bild rechts, St. Anna-Altar, Marienaltar) und die Kanzel mit dem Wappen des Pfarrers Matthias Sibenhärl wurden gefertigt und angebracht. Chorgestühl und Kirchenbänke sind Neuerungen des 18. Jahrhunderts. Der Innenraum bekam damit weitgehend sein heutiges Gesicht.

Kreuzaltar (Bild 10 von 14)

Der Kreuzaltar mit dem Schrein des Hl. Felix wurde wohl Anfang des 19. Jahrhunderts in die Stadtpfarrkirche gebracht und zunächst im Chorraum aufgestellt. 1833 kam er an seinen heutigen Platz, wo sich zuvor das Südportal befunden hatte. Zu diesem war man über den Friedhof gelangt, der bis 1798 die Stadtpfarrkirche umgab.

Hochaltar (Bild 11 von 14)

Johann Kaspar aus Obergünzburg malte 1857 ein neues Altarblatt (Johannes d. T. weist auf das Lamm Gottes hin). Es wurde 1958 vom Pfaffenhofener Künstler Michael Weingartner umgestaltet. Den Tabernakel entwarf 1915 der Münchner Architekt Anton Bachmann. Aus dem 17. Jahrhundert erhalten ist noch das Auszugsbild von Anton Wurm aus Geisenfeld, das die Enthauptung des Johannes darstellt.

Lourdes-Grotte (Bild 12 von 14)

Als Werk von August Dirigl entstand 1888 eine Lourdes-Grotte im Läuthaus des Turmes. Pfarrer Ludwig Kohnle ließ die Stadtpfarrkirche 1913/14 nach Westen um zwei Joche verlängern. Die Kreuzwegstationen des Günzburger Bildhauers Hans Hirsch in den Seitenschiffen stammen aus der Zeit der anschließenden großen Innenrestaurierung.

Orgel (Bild 13 von 14)

Ihre neue Orgel von Hubert Sandtner in Dillingen mit drei Manualen und Pedal erhielt die Kirche 1976. Das Instrument besteht aus 2785 Zinn- und Holzpfeifen. Oben stehen Figuren des Täufers Johannes  (1976) und des Bischofs Ulrich (18. Jh.), unseres Bistumspatrons.

Perspektive (Bild 14 von 14)

Viele Generationen haben über die Jahrhunderte hinweg bis heute an Bau, Umbau, Weiterbau, Ausgestaltung und Erhalt unserer Stadtpfarrkirche St. Johannes Baptist als ihrem Gotteshaus gewirkt: Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen. (Mt, 18,20)

Heiliggeist-Spitalkirche

Außenansicht der Spitalkirche  (Bild 1 von 6)

Unsere Spitalkirche gegenüber der Stadtpfarrkirche wurde 1717 erbaut (Weihe 1719) – als Kirche der Franziskaner, die von da an bis zur Säkularisation im Jahr 1802 in Pfaffenhofen eine Niederlassung unterhielten. Unterhalb der Kirche ist eine Krypta mit Grabstätten von Franziskaner-Mönchen.

Innenansicht der Spitalkirche  (Bild 2 von 6)

1804 verlegte man das Heiliggeist-Spital und die Gritsch´sche Pfründeanstalt in die früheren Klosterräume. Die Franziskanerkirche wurde zur Spitalkirche (heute Eigentum der Heiliggeist- und Gritsch´schen Fundationsstiftung). Das ursprüngliche Türmchen an der Nordseite ist im Jahr 1900 wegen Baufälligkeit abgebrochen worden. Über dem Südgiebel zum Hauptplatz hin schuf man mit dem heutigen Turm Ersatz.

Altäre (Bild 3 von 6)

Die Altarbilder aus der Zeit der Entstehung der Kirche stammen von dem bayerischen Hofmaler Johann Caspar Sing. Das Hochaltargemälde, eine Kopie aus der Klosterkirche in Kaisheim, stellt die nächste Verwandtschaft der Gottesmutter Maria, die „Heilige Sippe“, dar (Patrozinium der Hl. Familie). Die Seitenaltarbilder zeigen eine Mondsichel-Madonna und die Stigmatisation des Hl. Franziskus.

Antonius-Altar (Bild 4 von 6)

In der Seitenkapelle an der Westwand befindet sich der Altar des Hl. Antonius von Padua. Auf dem Altarblatt ist der Heilige mit dem Jesuskind auf dem Arm und - darüber schwebend - der Gottesmutter abgebildet. Darunter steht ein Votivbild aus dem 18. Jahrhundert mit Zahlenrätsel.

Deckengemälde (Bild 5 von 6)

An der Kirchendecke sollen früher Fresken des Cosmas Damian Asam zu sehen gewesen sein. 1952 bemalte der Pfaffenhofener Künstler Michael Weingartner die Flächen mit Szenen aus dem Leben des Hl. Franziskus.

Tafeln im Arkadenvorbau (Bild 6 von 6)

Zum Gedenken an Pfaffenhofens Kriegstote und Vermisste von der Napoleonischen Zeit bis zum Zweiten Weltkrieg wurde 1959/60 an der südlichen und westlichen Außenseite der Kirche ein Arkadenvorbau errichtet.

St. Andreas-Kirche in Altenstadt

Kirche von der Ingolstädter Straße aus (Bild 1 von 7)

Einen Kilometer nördlich vom Hauptplatz steht die Saalkirche des Hl. Andreas in Altenstadt inmitten des städtischen Friedhofs. Über die Errichtung der heutigen Kirche ist nichts Genaues bekannt. Eine alte Glocke trägt die Jahreszahl 1422.

Kirche von Süden über den Friedhof hinweg (Bild 2 von 7)

Der Backsteinbau mit gotischen Fenstern hat seinen Turm an der Westseite und den Eingang im Süden. Noch 1521 wurde die Andreas-Kirche als die „rechte Pfarrkirche“ von Pfaffenhofen bezeichnet. In dieser Funktion ist sie von St. Johannes Baptist abgelöst worden.

Wandmalerei über der Sakristei-Tür (Bild 3 von 7)

In der Kirche in Altenstadt sind Wandmalereien aus dem 16. Jahrhundert erhalten. Sie wurden 1967 freigelegt.

Innenansicht (Bild 4 von 7)

Im 17. Jahrhundert ist der Altarraum eingewölbt worden. Über dem rechten Seitenaltar steht eine Rokokofigur des Hl. Wendelin unter einem Baldachin mit Rind und Pferd.

Hochaltar (Bild 5 von 7)

Wohl aus der Mitte des 17. Jahrhunderts datiert der Hochaltar: im Zentrum der Hl. Andreas, seitlich der Hl. Ulrich und der Hl. Nikolaus, sowie im Auszug der Hl. Pantaleon.

Innenansicht, Blick nach hinten (Bild 6 von 7)

Die barocken Apostelfresken stammen von dem Maler Johann Vogel. 1689 entstanden und später übermalt, wurden sie ebenfalls 1967 freigelegt. Der Stuckrahmen im Langhaus geht auf das 18. Jahrhundert zurück.

Von Südosten (Bild 7 von 7)

Bei Licht zeigt die Sonnenuhr an der Südseite der Andreas-Kirche die fortschreitende Zeit. Die Gräber davor gehören zum älteren Teil des Friedhofs. Hier wurden die Verstorbenen der Dörfer, Weiler und Einödhöfe der weiten Pfaffenhofener Pfarrei beigesetzt.

Angkofener Kirche

Blick auf Angkofen (Bild 1 von 3)

Einst als Pfarrei selbstständig ist Angkofen mit seiner Kirche aus dem 15. Jahrhundert heute eine Filiale Pfaffenhofens. Das Dorf zählt rund 60 Einwohner (2016).

Kirche mit Sonnenuhr an der Südseite (Bild 2 von 3)

Am Turm mit Satteldach und Treppengiebeln findet sich eine Sonnenuhr, bei der die Jahreszahl 1450 angezeichnet ist. Die Kirche soll ab 2018 renoviert werden.

Kircheninneres (Bild 3 von 3)

Die Angkofener Kirche ist dem Evangelisten Johannes geweiht, der im Bild des neugotischen Altares dargestellt ist, flankiert von den Figuren des Hl. Paulus und des Hl. Petrus. Auffällig ist das Netzgewölbe aus Kragsteinen über dem Altar. In den Seitenaltären stehen die Gottesmutter mit dem Kind und der Heilige Josef.

Kapellen in unserer Pfarrei

Kapelle am Pfaffenhofener Kapellenweg (Bild 1 von 11)

Erbaut im Jahr 1965 von Josef Scheller. Zuvor stand hier bereits seit 1806 eine alte Kapelle, die ein Reisganger Bauer in Erfüllung eines Gelübdes bei einer Pferdeseuche errichtet hatte. Diese wurde wegen Baufälligkeit abgerissen.

Kapelle am Pfaffenhofener Radlberg  (Bild 2 von 11)

Erbaut von Alois Janka nach seiner Heimkehr aus dem Zweiten Weltkrieg.

"Kochkapelle" in der Pfaffenhofener Hohenwarter Straße (Bild 3 von 11)

Erbaut im Jahr 1830 von Michael und Therese Müller (Koch am Platz). In den 1980er-Jahren von der Stadt erworben und renoviert.

Antonius-Kapelle in der Pfaffenhofener Moosburger Straße (Bild 4 von 11)

Erbaut im Jahr 1933 von Walburga Müller (Müllerbräu). Gestaltet von August Buttler, Oberlehrer an der Berufsschule.

Kapelle beim Kuglhof (Bild 5 von 11)

Erbaut im Jahr 1829 von Joseph Barth (Kuglhof) zur Ehre Gottes und der Hl. Muttergottes. An der Außenwand befindet sich eine Gedenktafel für drei im Jahr 1809 gefallene Soldaten: zwei Österreicher und einen Franzosen, die in der Nähe der Kapelle begraben sind.

Kapelle am Sulzbacher Bistumerweg (Bild 6 von 11)

Erbaut von Alois Stockmeier nach seiner Heimkehr aus dem Zweiten Weltkrieg.

Kapelle in Siebenecken (Bild 7 von 11)

Stammt aus dem 18. Jahrhundert. Wurde im Jahr 1984 renoviert.

Kapelle beim Zweckhof (Bild 8 von 11)

Erbaut im Jahr 1841.

Kapelle in Eberstetten (Bild 9 von 11)

Erbaut im Jahr 1869 von Michael und Anna Maria Walter (Straußhof). Der Gottesmutter, dem Hl. Sebastian und dem Hl. Wendelin geweiht. Wurde im Jahr 1984 renoviert.

Kapelle in Heißmanning (Bild 10 von 11)

Erbaut im Jahr 1865 von Martin und Anna Kramer (Stegerbräu).

Kapelle in Weingarten (Bild 11 von 11)

Stammt aus dem 18./19. Jahrhundert.